Nachtrag zum CT

Die heutige Besprechung beim Onkologen, brachte die Erkenntnis, dass es sich bei den Flecken auf den CT-Bildern nicht um Krebszellen handelt. Der Arzt wird bei der nächsten Tumorkonferenz mit den Kollegen besprechen, um was es sich genau handelt – höchst wahrscheinlich ist es eine Flüssigkeitsansammlung – und dann entscheiden ob man punktiert oder nicht.

Also alles im grünen Bereich.

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CT

So, CT habe ich überstanden, aber das war wieder mal ein Akt.

Angefangen hat es damit, dass ich eine halbe Stunde früher kommen sollte, damit man bei mir in Ruhe die Kanüle setzen kann, weil ich doch so schlechte Venen habe. Und was war – obwohl ich um 11 Uhr den Termin fürs CT hatte – die Ärztin kam erst um 11:20 Uhr. Ja und dann hatte ich das Drama, trotz zwei Versuche in der Hand in meine dünnen Venen zwischen den Fingerknöcheln – was für mich nur schmerzhaft war – musste das CT letztendlich ohne Kontrastmittel vonstatten gehen.

Es wurde auf den Bildern zwar etwas gesichtet, aber laut der Ärztin nichts Negatives. Also keine Krebszellen, was es genau ist, konnte sie mir dann doch nicht sagen, kann eine Vernarbung sein oder aber eine Flüssigkeitsansammlung. Besprechung beim Onkologe nächsten Montag, dann werde ich ja hören, was der mir so zu sagen hat.

Nachschlag

Heute war ich von 10:45 – 13:00 Uhr im Ärztehaus. Zuerst bin ich den blauen Füssen gefolgt zur Diabetalogin. Da war alles in Ordnung. Laborwerte alle im positiven Bereich.

Blaue Füsse

Danach folgte ich den roten Füssen zum Onkologen.

Rote Füsse

Beim Abtasten des Schlüsselbeins hat der Arzt etwas ertastet, genau wie die Ärztin letzte Woche in der Strahlenklinik. Doch auf dem Ultraschallbild war nichts genaues zu erkennen, deshalb muss ich ein großes CT machen lassen vom Hals, Thorax und Abdomen. Termin ist der 27.03.19. Also wieder hoffen, das nichts gefunden wird.

Nicht motivierend

Es ist nicht motivierend, wenn ich bei meiner Frauenärztin frage, ob es eine Alternative zur Hormontablette gibt, weil ich dadurch immer mehr an Gewicht zu nehme und sie mir dann antwortet „Es zwingt sie keiner die Hormontablette zunehmen. Wenn sie abnehmen wollen, lassen sie die Hormontablette weg, müssen aber dafür wieder mit Krebs rechnen.“

So eine Äußerung zieht einen ganz schön runter. Da ist man schon gebeutelt durch den Krebs – der zwar operativ und mit Bestrahlung, entfernt und behandelt wurde – aber dann nimmt man auch noch zu, so dass man kurzatmiger, unbeweglicher und Gelenkschmerzen bekommt.

Und dann muss man sich so was sagen lassen. Ich bin am Boden zerstört.

Letzte Woche war ich dann zur Nachuntersuchung in der Strahlenklinik Darmstadt. Diese nette Ärztin fragte mich, ob denn meine Frauenärztin auch jedes Mal bei den Kontrolluntersuchungen eine Ultraschalluntersuchung machen würde, das wäre nämlich wichtig. Das musste ich jedoch verneinen, weil es meine Frauenärztin wohl nicht für nötig hält.

Meine Frauenärztin verordnet mir auch keine Lymphdrainage. Auch da ist die Ärztin in der Strahlenklinik anderer Meinung. Gerade – egal ob der Arm angeschwollen ist oder nicht – weil mir doch die ganzen Lymphe unter der linken Achsel entfernt wurden, wäre das von enormer Wichtigkeit.

Und dann beim Abtasten der Lymphe am Schlüsselbein, entdeckte die Darmstädter Ärztin etwas, was jetzt beim Onkologen per Ultraschall genauer untersucht werden soll.

Das trägt alles nicht dazu bei positiv zu denken, sondern zieht mich echt runter.

Ich weiß, dass hier so einige mitlesen, die auch Brustkrebs hatten, wie geht ihr damit um, was habt ihr alles so für Erfahrungen mit Ärzten, den Behandlungen usw. gemacht. Können wir uns da mal austauschen?

Ärzte-Marathon

In diesem Monat habe ich einen wahren Ärzte-Marathon hinter, bzw. noch vor mir. Psychologin, Haus-, Frauen-, Lungen-, Zahn- und HNO-Arzt. Zusätzlich hatte ich noch 3 Diabetikerkurse und dann steht noch ein Termin in der Strahlenklinik Darmstadt aus. Im März geht es dann weiter mit Mammografie und Labor, sowie einer Ultraschalluntersuchung. Dann habe ich 6 Monate meine Ruhe, bis es wieder von vorne los geht.

An einer Mauer in Frankfurt.jpg

Verflixter November

Ein Jahr ist es her, als ich die Diagnose Brustkrebs bekam. Nun war ich zur Darmspiegelung und dabei wurde ein großer Polyp entdeckt und entfernt. Dieser kommt jetzt in die Pathologie zur genaueren Untersuchung. Und wieder beginnt das Bibbern, bis ich übernächste Woche das Ergebnis bekomme.

Ärztehaus

Nachuntersuchungen

Nach meiner OP im Januar, war ich zwar regelmäßig bei meiner Frauenärztin und beim Hausarzt, aber jetzt war ich noch mal beim Onkologen und der hat mit Ultraschall meinen Bauchraum untersucht, mit einem guten Ergebnis, dass er nichts Negatives gefunden hat. Weitere Untersuchungen waren am Montag, den 17.09.18 noch röntgen der Lunge und eine Mammografie, sowie Ultraschall der Brust, mit dem Befund, dass alles in Ordnung ist. Was eine Erleichterung.

Es wurde ärztlich angeraten, dass ich demnächst eine Messung der Knochendichte und eine Darmspiegelung machen sollte. Damit hätte ich dann für das nächste halbe Jahr alle Untersuchungen hinter mir.

Es ist noch lange nicht vorbei

Gestern schrieb ich über Fatigue, heute spreche ich von meinen Nebenwirkungen und den immer noch anhaltende Brustschmerzen.

Meine linke Brust fühlt sich oft richtig heiß an, gegenüber der rechten. Es scheint so, als wenn ich die Strahlungen jetzt nach außen abgebe. Außerdem schmerzt die Brust und auch der linke Arm 8 Monaten nach der OP immer noch. Und die Nebenwirkungen der Bestrahlung und der Antihormontablette machen mir den Alltag auch nicht leichter.

Mein Darm ist nicht mehr der, der er mal war. Die häufigen Durchfälle – oft wie Wasser – sind nicht angenehm und bereiten Probleme, wenn ich die Wohnung verlasse. Dann muss ich hin und wieder eine Tablette gegen den Durchfall nehmen und habe danach wieder Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang.

Zu meiner Arthrose kommen nun auch noch Gelenkschmerzen dazu, die sehr unangenehm sind. Dann habe ich vermehrt geschwollene Beine und eine Schwere darin, dass ich nicht weiß, wie ich ein Bein vor das andere setze.

Schweißausbrüche und Hitzewallungen sind nun auch meine täglichen Begleiter, die mich fertig machen, ganz besonders jetzt im Sommer, wo es draußen heiß und schwül ist.

Leute, dass ist nicht lustig kann ich euch sagen und geht ganz schön an die Substanz. Seit ca. 4 Wochen habe ich zusätzlich extreme Beschwerden im linken Bein. Mal ist es die Hüfte, mal das Knie oder beides gleichzeitig, die heftig schmerzen und mich in der Beweglichkeit einschränken.

Zurzeit hänge ich etwas durch, all die ganzen Beschwerden, Nebenwirkungen und der extrem heiße Sommer machen mich echt fertig!

Fatigue

Schon mal was von Fatigue gehört?

Nun das Wort Fatigue – ausgesprochen wird es „Fatieg“ – bezeichnet eine chronische Erschöpfung und Müdigkeit bei Krebs. Fatigue umfasst aber weit mehr als nur Müdigkeit. Bevor ich das jetzt alles erkläre, schaut einfach hier nach. Vorab hier schon mal die möglichen Symptome von Fatique:

  • Müdigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Schwäche
  • Verlust der körperlichen Belastbarkeit
  • Entfremdung von Familie und Freunden
  • Motivationsverlust, Antriebslosigkeit, Energieverlust
  • Desinteresse
  • Schlafstörungen
  • Traurigkeit
  • Frust
  • Reizbarkeit
  • Seelische Erschöpfung
  • Angst um die Zukunft
  • Angst vor dem Tod
  • Konzentrationsstörungen
  • Schläfrigkeit, verlangsamtes Denkvermögen

Und genau einige der Symptome verspüre ich noch immer nach der OP und der Strahlenbehandlung. Fatigue kann eventuell Jahre andauern und macht für mich das Leben im Moment etwas schwierig. Vieles ist für mich eine Last und ich kann mich schwer für irgendetwas aufraffen.

Jetzt kommt noch der heiße Sommer dazu und meine ganzen Nebenwirkungen machen es dabei auch nicht leichter. Aber dazu morgen mehr.

Im Heft der Deutschen Krebshilfe lese ich unter der Ruprik „Auswirkungen auf das soziale Umfeld“, das sich Freunde in dieser Krise bewähren oder sich zurück ziehen. Was ich auch feststellen musste. Viele meiner Freunde und Bekannten haben sich rar gemacht, bzw. sind ganz aus meinem Leben verschwunden. Das war schon eine herbe Enttäuschung, die mir zu allem anderen arg zugesetzt hat.

Mein Schatz meinte einmal zu mir: „Wenn man keine Freunde hat, wird man auch nicht enttäuscht.“ Und genau so ist es auch!

Natürlich versuche ich mein Leben in den Griff zu bekommen, aber es fällt mir nicht leicht und kostet mich oft viel Kraft. Wie gut, dass ich an meiner Seite so einen verständnisvollen Partner habe, der mir bei allem zur Seite steht. Darüber bin ich sehr froh!

Die Sonnenblick Klinik

Ich war ja schon in vielen Kur-, bzw. Reha-Kliniken im Laufe meines Lebens, aber diese Klinik hat mir besonders gut gefallen. Ich will gar nicht so viel darüber schreiben, denn viele Fotos sprechen für sich.

Ich fange mal im Eingangsbereich und der Cafeteria an.

Als nächstes zeige ich euch den Speisesaal, in dem es keine feste Sitzordnung gab. Hier konnte man zu jeder Mahlzeit wo anders sitzen, gerade wie es einem gefiel.

Weiter geht es zu den ersten Therapieräumen im Erdgeschoss, wo sich auch das Schwimmbad und die Kreativwerkstatt befinden.

Im 1. Stock befindet sich der Pflegedienst, die Ärztezimmer, Labor, Aufenthaltsraum mit Spieltischen, die Muckibude und der Vortragssaal.

Vom 2. bis zum 4. Stock befinden sich die Patientenzimmer. Ich hatte das Glück im 4. Stock zu wohnen, von wo ich eine schöne Aussicht hatte.