Buch Nr. 140

Dieses Buch ist nicht nur zum Vorlesen für ältere Menschen gedacht, sondern man kann es auch selber lesen. Es ist ein Buch gefüllt mit Kurzgeschichten zu oder für alle Anlässe. Spannend, witzig, nachdenklich und kuriose Geschichten, die Freude bereitet beim lesen oder vorlesen.

Da ist Marie-Theres, sie wird bald 80zig und sie plant ein großes Fest mit genau 80 Gästen, einer riesigen Torte und setzt auch alles daran, dies genauso zu bekommen. Und da ist Michael, der einen lieben Muttertagsbrief im Zeitalter des Internets mit der Hand an seine Mutter schreibt.

Viele weitere schöne Geschichten findet man auf 156 Seiten, die lesenswert sind.

Eigentlich binn ich nur außen alt

Buch Nr. 139

Mit diesem Buch hatte ich sicherlich einen sehr guten literarischen Fang gemacht. Wenn man gute Literatur bevorzugt, dann ist dies sicherlich eins davon, aber trotzdem habe ich dieses Buch nach 68 Seiten aus der Hand gelegt. Lag an der endlosen Erzählung über russische Soldaten, wie sie denken, wie sie handeln, was sie tun, wie sie sind usw. Immer wieder mit anderen Sätzen und Wörtern wird einem dieser slawische Menschenschlag näher gebracht. Unendlich zäh der Gedankengang des Autors Sándor Márais, der seine Erinnerungen an die Besetzung Ungarns und seiner Vertreibung beschreibt. Das konnte mich daher nicht überzeugen und ich habe mich einem anderen Buch zugewandt.

Rollei Rollei

Als wenn ich davon nicht schon genug hätte

Nein, davon kann man wirklich nie genug bekommen. Kam ich doch gestern wieder mal in die Versuchung mir drei neue Bücher zu kaufen. Waren im Angebot, 3 Stück für 10,00 Euro, da kann man nicht meckern. Die Versuchung war groß, als ich als erstes ein Buch von Ilse Gräfin von Bredow entdeckte. Das zweite Buch – da sprach mich der Klappentext an – ein Krimi von James Oswald und zu guter Letzt wieder ein Buch über Kinderschicksale im ersten Weltkrieg. Ich bin der Meinung, da habe ich eine gute Mischung gefunden, zwischen Humor, Spannung und trauriger Wahrheit.

Buch Nr. 138

Ein super Buch und nicht erst für Senioren. Denn der Un-Ruhestand will geplant sein, noch bevor er über einen hereinbricht.

Ich zitiere mal den Klappentext des Buches: Ruhige Kugel war gestern – willkommen im neuen Un-Ruhestand! Dieses Buch ist für alle, die mit Gleitsichtbrille Weitsicht beweisen, die beim Thema „einrostet“ sofort den Schlosser rufen; die nicht barrierefrei leben, aber Grenzen sprengen. Eine Liebeserklärung an alle Rentner und Pensionäre, die auch hundertjährig noch aus dem Fenster steigen, um die Welt neu zu erfinden. Ein Mutmachbuch für alle, die noch im Berufsverkehr stehen. Nur Geduld, ihr kriegt auch noch eure Chance.

Klingt das nicht gut? Ich kann jedem dieses sehr interessante Buch, mit noch interessanten Menschen darin, wärmstens empfehlen.

Da ist Ute, die für sich die Welt entdeckt, in dem sie über eine Organisation als Freiwilligenhelferin ab und an in verschiedenen Ländern Kinder unterrichtet. Oder Volker, der früher Kapitän auf den Weltmeeren war und jetzt in einer Rockband seinen Talenten freien Lauf lässt. Vierzehn wunderbare Menschen, die für sich den richtigen Un-Ruhestand entdeckt haben.

Rollei Rollei

Buch Nr. 137

Gretsiel ein beschauliches Touristenörtchen an der Nordseeküste wird für Kommissar Büttner und seinen Kollegen Hasenkrug zum Mittelpunkt ihrer Ermittlungen, als man bei einem Bauern in der Getreidemühle eine Leiche findet. Schnell finden die Kommissare heraus, dass es sich hier bei um einen Mord handelt, der von einer skrupellosen Agrarlobby verübt worden sein könnte, denn das Opfer ein bekannter Journalist und Umweltaktivist Matthias Krämer hatte schon längere Zeit über das massive Bienensterben recherchiert und da war im das genmanipulierte Getreide ein echter Dorn im Auge.

Doch je weiter die beiden Kommissare in diesem Mordfall ermitteln, kommen sie auch dahinter, das es auch im Privatleben von Matthias Krämer nicht ganz so gut lief. Seine Frau sitzt im Rollstuhl und er hat eine Affäre mit der Frau des Bauern in dessen Getreidemühle er letztendlich gefunden wird. Die Menschen aus dem Dorf verstricken sich in Widersprüche, es werden Beschuldigungen und Drohungen ausgesprochen und den beiden Ermittler wird klar, das sie sich hier in einem Gespinst von Verschwörungen, Lügen und verschmähter Liebe befinden, in dem es schwer sein wird, den Mörder herauszufinden.

Rollei Rollei

Die Autorin schreibt flüssig, spannend und vergisst dabei auch nicht, zwischendrin den norddeutschen Charme und Witz unterzupflügen, der dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Insbesondere die Figur der alten Frau Wübkea die mit ihrer friesisch kühlen Art, dem Leser ein Lachen entlockt. Und dennoch ist es immer wieder hoch spannend bis zum Ende, so dass der Leser dieses Buch nicht so schnell aus den Händen legt. Ich habe diese Lektüre zügig gelesen und war von dem Buch, sowie von der Autorin sehr angetan.

Buch Nr. 136

Nachkriegszeit. In diesen Tage, die noch voller Unruhen sind und niemand weiß wie es weitergeht, ist Bernd – der seine Eltern während des Krieges verloren hat – mit seiner Tante Karla auf der Flucht in eine ungewisse Zukunft. In einem kleinen österreichischen Grenzort hatten sie gehofft, mit einem Zug weiter reisen zu können, aber die Züge fahren noch nicht und so sind sie gezwungen vorerst in diesem Ort zu bleiben. Bernd, der von der Tante liebevoll Primel genannt wird, macht Bekanntschaft mit den Kindern Leni und Poldi und einem herrenlosen Hund, der nicht mehr von seiner Seite weicht.

Ein abenteuerliches Leben beginnt, als sie eine versteckte Draisine entdecken und mit ihr gegen den Wind bis ans Ende der Welt fahren wollen, bis auf einmal Gewehrkugeln ihre Reise gewaltsam stoppen. Sie kommen zwar glimpflich davon, aber der Schreck ist ihnen gewaltig in die Glieder gefahren. Und da ist noch dieser undurchschaubare und geheimnisvolle Herr Maier, den alle Leute meiden, der urplötzlich auftaut und genauso auch wieder verschwindet. Bernd ist jedoch voller Bewunderung für ihn und lässt sich auf einen gefährlichen Auftrag ein, den er nie vergessen wird.

Rollei Rollei

Ein Buch aus einer Zeit wo nichts normal ist. Es ist eine vogelfreie Zeit, die Menschen sind auf der Flucht und obwohl der Krieg zu Ende ist, ist der Schrecken doch immer noch präsent. Peter Härtling ist es mit diesem Jugendbuch – übrigens auch für Erwachsene – sehr gut gelungen sich noch einmal in einen zwölfjährigen Jungen hineinzuversetzen. Auf 140 Seiten ist es dem Autor gelungen mit einer Klarheit diese Zeit des Aufbruches hervorragend wiederzugeben.

Buch Nr. 135

Alles kommt vom Krieg, sagt die Mutter. Ich, die nach dem Krieg geboren wurde, kenne ihn nicht. Aber es wird viel davon erzählt in unserer großen Familie. Ich bin die Kleinste, also die Jüngste und wohne mit meiner Familie in einem Haus mit hohen Fenstern. Wir haben einen Garten und darunter eine Wiese an der die Pegnitz vorbei fließt. Ich höre immer wieder, wir leben in einer schlechten Zeit in der das Geld vorn und hinten nicht reicht, denn der Schatten des Krieges steht noch wie ein Schatten hinter allem.

Wie ein Mosaik fügt sich in vielen kleinen Szenen rund um den Beruf des Vaters, der Pfarrer ist, das Leben der Familie immer aus der Sicht des Kindes erzählt.

Eine erquickende, leicht satirische Erzählung, die die Nachkriegsjahre auf sehr genaue Art widerspiegelt. Ein Buch zum weiterempfehlen.

Rollei Rollei

Buch Nr. 134

Vier Geschwister so unterschiedlich wie nur was, der verheiratete und ruhige Simon, Garance, lebenslustig und selbstbewusst, Lola am Wendepunkt ihres Lebens und Vincent der kreative Lebenskünstler, sie genießen ohne die Verwandtschaft einen schönen gemeinsamen Tag.

Es ist Frühling und auf dem Weg zu einer Hochzeit mit der nervigen Frau von Simon, machen sich Simon, Garance und Lola aus dem Staub und fahren aufs Land zu Vincent, der in einem Schloss lebt.

Dort erleben sie gemeinsam eine unbeschwerte Zeit in Erinnerungen an ihre Kindheit, mit jeder Menge Neckereinen, Hundeflöhen, Wein und Musik. Nichts zählt mehr, außer dass Hier und Jetzt, denn sie wissen, so einen Tag wird es wohl nie wieder geben.

Rollei Rollei

Dieses Buch von Anna Gavalda, – zusammen gefasst auf 142 Seiten – zeigt das solche Momente das Leben lebenswert machen. Hierzu gehören Veränderungen und Loslassen. Man spürt die Leichtigkeit und wünscht sich, dass man selbst nicht vom Leben überrollt werden möchte, sondern genauso eine Auszeit nehmen will. Ein unterhaltsames Buch und Elixier mal alle Zwänge hinter sich zu lassen.

Buch Nr. 133

Geschrieben wurde das Buch von Blaine Harden, der die Geschichte von Shin Dong-hyuk erzählt, der 1982 aus dem Lager 14 in Nordkorea geflüchtet ist.

Shin wurde in diesem Lager geboren und hat nie Liebe erfahren, sondern nur Gebote gelernt, die man im Lager sehr genau beachten musste, sonst wurde man auf der Stelle erschossen. Die Außenwelt kannte er nicht und im Lager erfuhr er nur Grausamkeiten, Denunzierung, Folter und Hunger bis zu seinem 23 Lebensjahr als im die Flucht gelang, die eigentlich als unmöglich galt.

Dieses Buch zeichnet nicht nur das Leben von Shin auf, sondern gibt auch viele Einblicke in das Land Nordkorea, wo noch heute die Lager bestehen, in dem die Menschen unter unmenschlichen Lebensbedingungen nur noch auf den Tod warten.

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Buch Nr. 132

Dieses Buch, wurde auch 2012 verfilmt und im ZDF ausgestrahlt. Bei Lovelybooks und krimi-couch gibt es zu dem Buch viele Rezensionen. Die ich mir aber immer nach einem gelesenen Buch anschaue, da ich nicht beeinflusst werden möchte. Ich gehe voreingenommen an ein Buch und bilde mir mein Urteil selber, ob mir ein Buch gefällt oder nicht. Dieses Werk hat mich mal wieder überzeugt. Ich mag den mürrischen, oft aufbrausenden Kommissar Marthaler, er kommt für mich authentisch rüber, auch wenn er hin und wieder mal auf der Leitung steht.

Außerdem mag ich den Schreibstil, den Jan Seghers verwendet. Der ganze Inhalt ist flüssig geschrieben, ohne Schnörkel und zeigt die Höhen und Tiefen der einzelnen Protagonisten. Wer schon viele Krimis gelesen hat, der wird bei diesem Buch vielleicht enttäuscht sein, wenn er nach ungefähr der Hälfte des Buches schon einen Verdacht hat, wer der Mörder ist. Aber lasst euch nicht täuschen, es ist vielleicht ganz anders als erwartet.

Rollei Rollei

Mitten im Winter an der Bahnstrecke Offenbach – Frankfurt wird vor einem einsam gelegenen Haus eine Frauenleiche entdeckt, der man übel mitgespielt hat. Das schlimmste, was die Polizei zu sehen bekommt, ist die Stellung, in der der Täter die Frau po­si­ti­o­nie­ren hat. Kommissar Marthaler und sein Team, sowie der neue Kollege Toller, machen sich an die Arbeit. Mühselige Kleinarbeit lässt mit der Zeit erkennen, dass das Opfer eine Zahnärztin nicht nur verlobt war, sondern auch Schulden hatte und sich in irgendwelchen dubiosen Internetseiten rumgetrieben hatte. Dann wird eine weitere Frau umgebracht und Kommissar Marthaler wird Zeuge, als die Schüsse auf diese Frau abgegeben werden. Der Zwist zwischen ihm und seinem Vorgesetzten machen die Sache nicht leichter und im Privatleben von Marthaler ist auch nicht alles so wie es sein sollte. Daher verzögern sich die Ermittlungen und erneut wird eine Frau in obszöner Stellung tot aufgefunden.