Buch Nr. 144

Das erste aber vielleicht auch das letzte Buch von James Oswald, was ich gelesen habe. Der Anfang des Buches war etwas zähflüssig wurde dann aber immer spannender. Obwohl es mir unklar war, wie man zu diesem Titel kam, doch je weiter man las, umso deutlicher wurde es. Und je spannender es wurde, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen, doch das Ende hat mich voll enttäuscht. Das Ende war nach der ganzen Spannung irgendwie flach- fand ich – also überhaupt nicht zufriedenstellend und äußerst seltsam. War enttäuscht und kam zu der Überzeugung, dass es sicherlich bessere Krimis, bzw. Thriller gibt.

Die Gräber der Vergessenen

In Edinburgh wird in einer Schlucht die nackte Leiche eines Mannes aus dem Fluss gezogen, der über und über tätowiert ist. Dieser Mann wurde wochenlang gefoltert in dem man ihn diese Tätowierungen in den Körper gebrannt hatte. Als ihm die Flucht gelang, fiel er in den Fluss und ertrank.

Inspektor  McLean muss parallel zu diesem Fall auch noch den Selbstmord an einem prominenten Geschäftsmann aufklären, der vorher seine Frau und seine beiden Töchter umgebracht hatte. In gehobenen, politischen Kreisen möchte man, das die Ermittlungen in diesem Fall so schnell wie möglich abgeschlossen werden und die Akten unauffällig verschwinden.

Der Vorgesetzte von McLean möchte sich aber den Anordnungen von oben widersetzten und lässt vorerst McLean viel Freiraum bei den Ermittlungen. Doch als McLean den hohen Herrschaften auf die Füße tritt, wird er von diesem Fall abgesetzt um sich nur noch um den tätowierten, obdachlosen Ex-Soldaten zu kümmern.

Doch McLean entdeckt, dass zwischen beiden Taten ein Zusammenhang bestehen muss und daher bohrt er weiter und stört die mächtigen Kreise, die um keinen Preis wollen, dass er diese Fälle löst und damit weitere Schandtaten entdeckt.

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Buch Nr. 143

Dieses Buch ist die 19 Auflage aus dem Jahre 1981 und erzählt das Leben der Christiane F. aus den 70ziger Jahren. Christiane kam schon mit 12 Jahren in den Kreis der Drogenabhängigen. Erst waren es nur Joints, zwischendrin auch Tabletten und schließlich kam sie an Heroin und spritzte Jahre lang. Sie ging auf den Strich um Geld für die Drogen zu bekommen und dealte auch damit. Saß 10 Monate im Gefängnis und ging danach nach Griechenland. Dort verliebte sie sich das erste mal richtig und bekam 1996 einen Sohn. Christiane machte im laufe der Jahre mehre Entzüge, wurde aber immer wieder rückfällig und ist auch heute noch nicht clean. Viele ihrer Drogenfreunde von damals leben nicht mehr, wie z. B. die damals 14-jährigeBabsi , aber Frank, auch „Hühnchen“ oder „Leiche“ genannt, der erste von Christianes Freunden und auch Detlef leben noch.

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Laut Internet-Recherche ist dieses Buch auch heute noch sehr bekannt und Pflichtlektüre in den Schulen. Außerdem soll laut meiner Internet-Recherche das Buch das einst 1981 verfilmt wurde, jetzt auch als Serie erscheinen.

Buch Nr. 142

Die Waltons, die Bilderbuch Familie die in den 1930er und 1940er Jahren in Waltons Mountain in den bekannten Blue Ridge Mountains in Virginia lebte, wer kennt sie nicht. Ich habe fast jede Folge, die in den 70ziger und 80ziger Jahren im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde gesehen. Und vor ein paar Wochen entdeckte mein Schatz in einem Bücherschrank in Fulda das Buch dazu, was ich übersehen hatte. Habe mich riesig gefreut, dass er mich darauf aufmerksam gemacht hat, denn so konnte ich noch mal abschweifen zu John und Olivia Walton und ihren sieben Kindern. John-Boy, Jason, Mary Ellen, Erin, Ben, Jim-Bob und das Nesthäckchen Elizabeth. Im Haus wohnten außerdem noch die Eltern von John, Sam und Esther.

Es gab 9 Staffeln mit insgesamt 221 Folgen und von 1982 bis 1992 noch mal 6 Spielfilme. Einige der Folgen, sowie der Spielfilme sind jedoch in Deutschland nie ausgestrahlt worden. Selbst wenn man die Serie nie im Fernsehen gesehen hat, kann man dieses Buch lesen, denn es umfasst eine geschlossene Geschichte, in der die einzelnen Familienmitglieder lebendig werden. Ein Buch, eine Geschichte voller Warmherzigkeit, einer intakten Familie die in den harten Jahren der Wirtschaftskrise  mit viel Optimismus und Menschlichkeit an den Seelen und Herzen der Leser rührt.

Die Waltons

John-Boy – der älteste Sohn – will irgendwann mal Schriftsteller werden, daher schreibt er jeden Abend auf, was sich in der Familie und in Waltons Mountains ereignet. Er sieht, wie sich seine Mutter im Haushalt abschuftet, insbesondere mit der vielen Wäsche und möchte ihr eine Waschmaschine kaufen. Dafür nimmt er einen Job bei den Baldwin-Schwestern an, die nach dem Rezept ihres Vaters die sehr beliebte Medizin (Whisky) brennen, den Opa Sam so gerne trinkt. Dort begegnet John-Boy dem Vetter der beiden Schwestern, die gerade dabei sind ein großes Familienfest zu planen. Vetter Homer, plant derweilen etwas ganz anderes, was John-Boy veranlasst, den Sheriff zu informieren. Aber John-Boy erlebt auch was sehr positives, nämlich seine erste große Liebe in Gestalt von Jenny Pendleton, der Halbwaisen aus der Nachbarschaft, die einst ihre geliebte Mutter verlor und nun bei den Waltons eine seelische Heimat findet.

Buch Nr. 141

Dieses Buch war eine Leihgabe von meiner Nachbarin, die es selbst noch gar nicht gelesen hatte. Nun denn, wer fränkische, baden-württembergische oder bayrische Krimis mag, liegt mit diesem seichten Krimi nicht schlecht. Ich bin dann doch eher für die Norddeutschen oder Mittelhessischen, frankfurterischen Krimis zu begeistern. Letztendlich musste ich jedoch bei diesem Buch recht oft über einige ironischen Stellen schmunzeln und somit war die Lektüre dann doch ganz annehmbar.

Gestickt, gestopft, gemeuchelt

Schwäbisch Hall ein beschauliches Städtchen im Nordosten von Baden-Württemberg ist Schauplatz nicht nur für die Freilichtfestspiele, sondern auch der Morde, die Siggi Seifferheld Kommissar a. D. mit seinem Gefahrhund Onis aufklären will.

Zwei junge Frauen aus der Theatergruppe werden grausam ermordet in der Badewanne aufgefunden. Im laufe der Ermittlungen, in die sich der Kommissar a. D. einschaltet, findet er heraus, dass es dabei auch um Erpressung ging und 3 Tatverdächtige hat er dabei auch schon im Auge. Da wären, der Theaterkollege, der reihenweise die Frauenherzen bricht, der peitschenknallende Regisseur und der einheimische Bürohengst. Neben der Spurensuche nach dem Mörder muss sich der stickende Kommissar zwischendrin auch noch um seine heiratswillige Tochter, seine rebellische Nichte und um seine Schwester Irmgard – eine Pastorengattin – so wie um seine Lebensgefährtin Marianne kümmern, die ihm ganz schöne Probleme bereiten. So hat Seifferheld alle Hände voll zu tun, bis der Täter hinter Schloss und Riegel ist und in seiner Familie die Wogen geglättet sind.

Buch Nr. 140

Dieses Buch ist nicht nur zum Vorlesen für ältere Menschen gedacht, sondern man kann es auch selber lesen. Es ist ein Buch gefüllt mit Kurzgeschichten zu oder für alle Anlässe. Spannend, witzig, nachdenklich und kuriose Geschichten, die Freude bereitet beim lesen oder vorlesen.

Da ist Marie-Theres, sie wird bald 80zig und sie plant ein großes Fest mit genau 80 Gästen, einer riesigen Torte und setzt auch alles daran, dies genauso zu bekommen. Und da ist Michael, der einen lieben Muttertagsbrief im Zeitalter des Internets mit der Hand an seine Mutter schreibt.

Viele weitere schöne Geschichten findet man auf 156 Seiten, die lesenswert sind.

Eigentlich binn ich nur außen alt

Buch Nr. 139

Mit diesem Buch hatte ich sicherlich einen sehr guten literarischen Fang gemacht. Wenn man gute Literatur bevorzugt, dann ist dies sicherlich eins davon, aber trotzdem habe ich dieses Buch nach 68 Seiten aus der Hand gelegt. Lag an der endlosen Erzählung über russische Soldaten, wie sie denken, wie sie handeln, was sie tun, wie sie sind usw. Immer wieder mit anderen Sätzen und Wörtern wird einem dieser slawische Menschenschlag näher gebracht. Unendlich zäh der Gedankengang des Autors Sándor Márais, der seine Erinnerungen an die Besetzung Ungarns und seiner Vertreibung beschreibt. Das konnte mich daher nicht überzeugen und ich habe mich einem anderen Buch zugewandt.

Rollei Rollei

Als wenn ich davon nicht schon genug hätte

Nein, davon kann man wirklich nie genug bekommen. Kam ich doch gestern wieder mal in die Versuchung mir drei neue Bücher zu kaufen. Waren im Angebot, 3 Stück für 10,00 Euro, da kann man nicht meckern. Die Versuchung war groß, als ich als erstes ein Buch von Ilse Gräfin von Bredow entdeckte. Das zweite Buch – da sprach mich der Klappentext an – ein Krimi von James Oswald und zu guter Letzt wieder ein Buch über Kinderschicksale im ersten Weltkrieg. Ich bin der Meinung, da habe ich eine gute Mischung gefunden, zwischen Humor, Spannung und trauriger Wahrheit.

Buch Nr. 138

Ein super Buch und nicht erst für Senioren. Denn der Un-Ruhestand will geplant sein, noch bevor er über einen hereinbricht.

Ich zitiere mal den Klappentext des Buches: Ruhige Kugel war gestern – willkommen im neuen Un-Ruhestand! Dieses Buch ist für alle, die mit Gleitsichtbrille Weitsicht beweisen, die beim Thema „einrostet“ sofort den Schlosser rufen; die nicht barrierefrei leben, aber Grenzen sprengen. Eine Liebeserklärung an alle Rentner und Pensionäre, die auch hundertjährig noch aus dem Fenster steigen, um die Welt neu zu erfinden. Ein Mutmachbuch für alle, die noch im Berufsverkehr stehen. Nur Geduld, ihr kriegt auch noch eure Chance.

Klingt das nicht gut? Ich kann jedem dieses sehr interessante Buch, mit noch interessanten Menschen darin, wärmstens empfehlen.

Da ist Ute, die für sich die Welt entdeckt, in dem sie über eine Organisation als Freiwilligenhelferin ab und an in verschiedenen Ländern Kinder unterrichtet. Oder Volker, der früher Kapitän auf den Weltmeeren war und jetzt in einer Rockband seinen Talenten freien Lauf lässt. Vierzehn wunderbare Menschen, die für sich den richtigen Un-Ruhestand entdeckt haben.

Rollei Rollei

Buch Nr. 137

Gretsiel ein beschauliches Touristenörtchen an der Nordseeküste wird für Kommissar Büttner und seinen Kollegen Hasenkrug zum Mittelpunkt ihrer Ermittlungen, als man bei einem Bauern in der Getreidemühle eine Leiche findet. Schnell finden die Kommissare heraus, dass es sich hier bei um einen Mord handelt, der von einer skrupellosen Agrarlobby verübt worden sein könnte, denn das Opfer ein bekannter Journalist und Umweltaktivist Matthias Krämer hatte schon längere Zeit über das massive Bienensterben recherchiert und da war im das genmanipulierte Getreide ein echter Dorn im Auge.

Doch je weiter die beiden Kommissare in diesem Mordfall ermitteln, kommen sie auch dahinter, das es auch im Privatleben von Matthias Krämer nicht ganz so gut lief. Seine Frau sitzt im Rollstuhl und er hat eine Affäre mit der Frau des Bauern in dessen Getreidemühle er letztendlich gefunden wird. Die Menschen aus dem Dorf verstricken sich in Widersprüche, es werden Beschuldigungen und Drohungen ausgesprochen und den beiden Ermittler wird klar, das sie sich hier in einem Gespinst von Verschwörungen, Lügen und verschmähter Liebe befinden, in dem es schwer sein wird, den Mörder herauszufinden.

Rollei Rollei

Die Autorin schreibt flüssig, spannend und vergisst dabei auch nicht, zwischendrin den norddeutschen Charme und Witz unterzupflügen, der dem Leser ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Insbesondere die Figur der alten Frau Wübkea die mit ihrer friesisch kühlen Art, dem Leser ein Lachen entlockt. Und dennoch ist es immer wieder hoch spannend bis zum Ende, so dass der Leser dieses Buch nicht so schnell aus den Händen legt. Ich habe diese Lektüre zügig gelesen und war von dem Buch, sowie von der Autorin sehr angetan.

Buch Nr. 136

Nachkriegszeit. In diesen Tage, die noch voller Unruhen sind und niemand weiß wie es weitergeht, ist Bernd – der seine Eltern während des Krieges verloren hat – mit seiner Tante Karla auf der Flucht in eine ungewisse Zukunft. In einem kleinen österreichischen Grenzort hatten sie gehofft, mit einem Zug weiter reisen zu können, aber die Züge fahren noch nicht und so sind sie gezwungen vorerst in diesem Ort zu bleiben. Bernd, der von der Tante liebevoll Primel genannt wird, macht Bekanntschaft mit den Kindern Leni und Poldi und einem herrenlosen Hund, der nicht mehr von seiner Seite weicht.

Ein abenteuerliches Leben beginnt, als sie eine versteckte Draisine entdecken und mit ihr gegen den Wind bis ans Ende der Welt fahren wollen, bis auf einmal Gewehrkugeln ihre Reise gewaltsam stoppen. Sie kommen zwar glimpflich davon, aber der Schreck ist ihnen gewaltig in die Glieder gefahren. Und da ist noch dieser undurchschaubare und geheimnisvolle Herr Maier, den alle Leute meiden, der urplötzlich auftaut und genauso auch wieder verschwindet. Bernd ist jedoch voller Bewunderung für ihn und lässt sich auf einen gefährlichen Auftrag ein, den er nie vergessen wird.

Rollei Rollei

Ein Buch aus einer Zeit wo nichts normal ist. Es ist eine vogelfreie Zeit, die Menschen sind auf der Flucht und obwohl der Krieg zu Ende ist, ist der Schrecken doch immer noch präsent. Peter Härtling ist es mit diesem Jugendbuch – übrigens auch für Erwachsene – sehr gut gelungen sich noch einmal in einen zwölfjährigen Jungen hineinzuversetzen. Auf 140 Seiten ist es dem Autor gelungen mit einer Klarheit diese Zeit des Aufbruches hervorragend wiederzugeben.