Rezept Idee Nr. 61 – Forelle blau

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Rhönforellen
  • 1 Zucchini
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 kleine Stange Lauch
  • 2 Möhren
  • 2 Pastinaken
  • ½ Weißwein
  • Piment, Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Estragon, Petersilie
  • 5 große Kartoffeln
  • ½ Wasser
  • 3 Brühwürfel
  • Butter

Von den Rhönforellen habe ich die Schwänze abgeschnitten und auch alle Flossen. Dann habe ich alle Kräuter außer Petersilie in ein Ei-Sieb gegeben. Wein und Wasser in einen Topf geben, das Sieb rein hängen und die Brühwürfel sowie die Fischschwänze dazu gegeben und das alles einmal aufgekocht. Zwischenzeitlich habe ich das Gemüse gewaschen, geschält und klein geschnitten. Anschließend alles in die Brühe geben und gar köcheln. Kurz bevor das Gemüse gar ist, die kalt abgewaschenen Forellen vorsichtig in die Gemüsebrühe legen und ca. 10 -12 Min. garen. Zwischendrin die Kartoffeln schälen, waschen und in Salzwasser gekocht, anschließend in Butter geschwenkt und die Petersilie dazu gegeben.

Forelle blau

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Zimmerwechsel im Krankenhaus

Die Empfehlung meiner Frauenärztin war das Brustzentrum in Langen in der Asklepios Klinik. Darunter hatte ich mir eine neue Abteilung vorgestellt, wo nur Brustkrebspatienten liegen, doch letztendlich kam ich ganz normal auf die Gynäkologie. Zu erst kam ich ins Zimmer 232 dort standen 3 Betten. Davon war erst eins belegt, mit mir dann das zweite. Noch am selben Tag 04.01.18 wurde ich in Zimmer 231 ein Zweibettzimmer verlegt. Nachdem meine Bettnachbarin am nächsten Tag – mein OP-Tag – entlassen wurde, hatte ich für 2 Tage das Zimmer ganz für mich alleine. Dann wurde ich erneut verlegt auf Zimmer 236 wiederum ein Zweibettzimmer. Dort lag eine ältere Dame, mit der ich mich sehr gut verstanden hatte. Diese wurde aber nach 2 Tagen in eine andere Abteilung verlegt und ich hatte wiederum für knapp 2 Tage das Zimmer für mich alleine. Dann bekam ich für eine Nacht und einen halben Tag eine neue Bettnachbarin und schon war ich wieder alleine. Einen Tag bevor ich dann nach Hause entlassen wurde bekam ich erneut eine Bettnachbarin, die mir gehörig auf den Nerv ging.

Wundheilung

Solange ich im Krankenhaus war, hatte ich kaum Beschwerden mit der recht großen Narbe – von der Brustwarze bis in die Achsel, – obwohl ich nur die ersten beiden Tage nach der OP Schmerzmittel genommen hatte. Seit ich daheim bin (16.01.18) macht sich die Wunde oft sehr schmerzhaft bemerkbar.

Am Anfang kam der Schmerz ganz plötzlich und unerwartet heftig. Ich nehme an, so muss es sich anfühlen, wenn man mit einem Messer attackiert  wird. Der enge BH tut sein übriges, denn er liegt straff auf der Narbe, was aber sein muss. Nur langsam, Tag für Tag wird es besser. Nur Nervenschmerzen im linken Arm – hauptsächlich am Handgelenk und in der Armbeuge – sind weiterhin präsent.

Auch funktioniert es noch nicht so recht, den Arm gerade nach oben zu strecken, aber dafür bekomme ich Krankengymnastik, obwohl mir danach meistens der Arm erst so richtig weh tut. Doch da hilft kein Jammern und Klagen, da muss ich durch.

Husten

Jetzt hat mich auch noch ein böser Husten erwischt, der gar nicht gut klingt. Ansonsten geht es mir zwar gut, aber wenn ich einen Hustenanfall bekomme, dann tut mir das richtig weh. Habe die anstehenden Termine, wie Krankengymnastik und Knochendichtemessung erst einmal abgesagt.

Krebs ist nicht gleich Krebs

Jeder Mensch hat Krebszellen in sich, aber nicht jeder bekommt Krebs.

Es gibt viele Arten von Krebs, denn Krebs ist nicht gleich Krebs. Er kann im ganzen Körper ausbrechen, denn außer Brustkrebs gibt es noch viele andere Krebserkrankungen. Selbst bei Brustkrebs kann diese Erkrankung bei jedem Menschen anders sein, deshalb ist es auch für die Forschung immer wieder eine Herausforderung. Es gibt auch keine Garantien dafür, dass der behandelte und operierte Krebs nicht mehr wiederkommt.

Wer die Diagnose bekommt fährt seelisch Achterbahn zwischen Verzweiflung und Hoffnung.

Aus meiner Erfahrung heraus, ist es sinnvoll noch vor Ort im Krankenhaus zur Sozialberatung und zum Psychologen zu gehen. Dort erfährt man Hilfe. Außerdem hoffe ich für jeden betroffenen Menschen, dass er eine starke Person neben sich hat, wie z. B. eine/n Partner/in oder einen gute/n Freund/in, die mit dem Betroffenen den Kampf aufnimmt.

Bei mir war es mein Schatz, der vom ersten Tag an, an meiner Seite gestanden hat. Das hat mir gut getan und geholfen das alles zu überstehen und auch alles weitere noch anzugehen, was da noch so auf mich zu kommt.

OP-Voruntersuchungen

Am 04.01.18 musste ich dann ins Krankenhaus zu allen Vorsorgeuntersuchungen für die anstehende OP am nächsten Tag.

Begonnen hat das ganze mit einer Drahtmarkierung. Ein feiner dünner Draht wird in die Brust zum Knoten mit Hochdruck hinein geschossen. Dies geschieht, damit operierende Arzt genau weiß, wo er schneiden muss. Auch das findet unter örtlicher Betäubung statt.

Danach musste ich zur Mammografie, um zu sehen, dass der Draht richtig liegt. Anschließend hat mich dann der operierende Arzt mit Kriegsbemalungen versehen. Schön in Grün und Schwarz. Auch dieses geschieht, damit bei der OP genau gesehen wird, wo mit dem Skalpell gearbeitet werden muss.

Weiter ging es mit einer Röntgendiagnostik des Thorax (Lunge). Die keinerlei positiven Befunde lieferten. Danach folgte noch ein Knochenszintigramm. Dabei wurde mir ein Kontrastmittel verabreicht und dann wurde das komplette Skelett geröntgt. Auch hier keine positiven Befunde. Alles im grünen Bereich.

Dann endlich waren alle Voruntersuchungen erledigt und ich konnte auf Station.

Eine Anmerkung zum Schluss. Ich erzähle hier nur von meinen eigenen persönlichen Empfindungen und Erfahrungen. Denn jeder Mensch ist – genau wie auch der Krebs – ganz unterschiedlich. Das kann man nie verallgemeinern.