Weitere Erfahrungen aus dem Krankenhaus

Als erstes muss ich hier noch erwähnen, dass ich bei den OP-Voruntersuchungen etwas vergessen hatte. Bevor ich noch das Knochenszintigramm bekam, hatte ich noch eine andere Untersuchung, die etwas Schwierigkeiten bereitet hatte, da dies erst im dritten Anlauf klappte. Ich bekam ein radioaktives Mittel gespritzt und es wurde ein Wächterlymphknoten-Szintigramm gemacht. Die Wächterknoten können durch Markierungen operativ und gezielt entfernt werden.

Die OP am 05.01.18 verlief problemlos. Das OP-Team fand ich echt gut, sie haben mir die Angst genommen, in dem sie mich mit allen Möglichen abgelenkt haben, während sie an mir die Vorbereitungen für die OP machten.

Auch die Ärzte, mit denen ich während meines Krankenhausaufenthaltes zu tun hatte – vor, während und nach der OP – waren alle samt sehr kompetent, einfühlsam und immer bemüht mir alles genau zu erklären.

Das Pflegepersonal auf der Gynäkologie war im Großen und Ganzen Zufriedenstellend. Es gab da ein paar Giftzwerge, aber wo gibt es die nicht. Ansonsten waren alle sehr freundlich, zuvorkommend und manche so lieb und hilfsbereit, dass man seine wahre Freude hatte.

Mein Herzkissen

Auch die Ärzte und Assistenten/innen bei den Vorsorgeuntersuchungen waren sehr gut geschult um mir die Ängste zu nehmen, es wurde mir alles sehr gut erklärt und sehr behutsam mit mir umgegangen.

In der Sozialberatung wurde ich darüber aufgeklärt, dass mir nach dem Klinikaufenthalt eine Haushaltshilfe zusteht und diese wurde auch direkt beantragt.

Das Klinikessen war – von einigen Dingen abgesehen – einigermaßen genießbar. Frühstück war echt okay. Mittagessen – wenn man auch das bekam, was man bestellt hatte – war, wenn man von den Geschmacksverstärkern und dem recht stark gewürztem Speisen absieht, gerade so essbar. Das Abendessen war meist fad und immer die gleiche Wurst und Käse, so dass es einem schon nach wenigen Tagen zum Hals heraushing.

Zwänge – so wie es früher mal in Krankenhäusern war – feste Besuchzeiten, Visite immer zur gleichen Zeit und Wecken um 06:00 Uhr – gab es nicht. Es war alles doch sehr locker und wenn das Klinikum nicht schon seit Jahren eine ewige Baustelle, die Aufzüge – 4 an der Zahl – nicht ständig außer Betrieb gewesen und so manches nicht gerade im Umbau gewesen wäre und das Cafe-Bike öfter und länger aufgehabt hätte, wäre mein Klinikaufenthalt die reinste Oase gewesen.

Teilausschnitt vom Krankenhaus

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Wahre Freunde

Jawohl, wahre Freunde machen sich in der Not bemerkbar oder auch nicht.

Erwartungshaltung darf man echt nicht haben, wenn man krank und im Krankenhaus ist. Da wird man nur enttäuscht, dass musste ich jetzt schmerzlich erfahren, denn viele meiner Freunde haben sich kaum oder gar nicht bei mir gemeldet.

Diese Erfahrungen habe ich tatsächlich machen müssen.

Es waren nur sehr wenige, die während des Krankenhausaufenthaltes für mich da waren. Die Besucher konnte ich an einer Hand abzählen. Von 5 weiteren Personen bekam ich eine Genesungskarte per Post und von 2 Leuten ein Päckchen geschickt.

Die Genesungskarten

In einem Päckchen war dieses Büchlein mit Genesungssprüchen, aber auch noch ein Krimi. In dem anderen Päckchen war ein schöner Kalender und selbst gebastelte Karten mit den passenden Umschläge, die schon frankiert waren, so das ich die Karten gleich verschicken konnte.

Ich hatte mein Handy dabei, trotzdem wurde ich kaum angerufen, obwohl fast jeder meine Handynummer hatte. Die wenigen Anrufe, die kamen hauptsächlich von den lieben Menschen, die mich auch besucht hatten. Ein paar SMS trudelten noch ein, ansonsten Sendepause.

Und manche haben mich einfach vergessen. Das war Enttäuschung pur !!!

Dafür gab es wiederum Menschen, die mich persönlich gar nicht kennen, bzw. die ich nur ein einziges Mal gesehen hatte und genau diese Leute haben sich nach mir erkundigt und Genesungsgrüße geschickt.

Zwei Herzen

In den 12 Tage im Krankenhaus, war hauptsächlich mein Schatz meine moralische Unterstützung und auf den ich mich täglich freuen konnte.

Rezept Idee Nr. 61 – Forelle blau

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Rhönforellen
  • 1 Zucchini
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 kleine Stange Lauch
  • 2 Möhren
  • 2 Pastinaken
  • ½ Weißwein
  • Piment, Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Estragon, Petersilie
  • 5 große Kartoffeln
  • ½ Wasser
  • 3 Brühwürfel
  • Butter

Von den Rhönforellen habe ich die Schwänze abgeschnitten und auch alle Flossen. Dann habe ich alle Kräuter außer Petersilie in ein Ei-Sieb gegeben. Wein und Wasser in einen Topf geben, das Sieb rein hängen und die Brühwürfel sowie die Fischschwänze dazu gegeben und das alles einmal aufgekocht. Zwischenzeitlich habe ich das Gemüse gewaschen, geschält und klein geschnitten. Anschließend alles in die Brühe geben und gar köcheln. Kurz bevor das Gemüse gar ist, die kalt abgewaschenen Forellen vorsichtig in die Gemüsebrühe legen und ca. 10 -12 Min. garen. Zwischendrin die Kartoffeln schälen, waschen und in Salzwasser gekocht, anschließend in Butter geschwenkt und die Petersilie dazu gegeben.

Forelle blau

Zimmerwechsel im Krankenhaus

Die Empfehlung meiner Frauenärztin war das Brustzentrum in Langen in der Asklepios Klinik. Darunter hatte ich mir eine neue Abteilung vorgestellt, wo nur Brustkrebspatienten liegen, doch letztendlich kam ich ganz normal auf die Gynäkologie. Zu erst kam ich ins Zimmer 232 dort standen 3 Betten. Davon war erst eins belegt, mit mir dann das zweite. Noch am selben Tag 04.01.18 wurde ich in Zimmer 231 ein Zweibettzimmer verlegt. Nachdem meine Bettnachbarin am nächsten Tag – mein OP-Tag – entlassen wurde, hatte ich für 2 Tage das Zimmer ganz für mich alleine. Dann wurde ich erneut verlegt auf Zimmer 236 wiederum ein Zweibettzimmer. Dort lag eine ältere Dame, mit der ich mich sehr gut verstanden hatte. Diese wurde aber nach 2 Tagen in eine andere Abteilung verlegt und ich hatte wiederum für knapp 2 Tage das Zimmer für mich alleine. Dann bekam ich für eine Nacht und einen halben Tag eine neue Bettnachbarin und schon war ich wieder alleine. Einen Tag bevor ich dann nach Hause entlassen wurde bekam ich erneut eine Bettnachbarin, die mir gehörig auf den Nerv ging.

Wundheilung

Solange ich im Krankenhaus war, hatte ich kaum Beschwerden mit der recht großen Narbe – von der Brustwarze bis in die Achsel, – obwohl ich nur die ersten beiden Tage nach der OP Schmerzmittel genommen hatte. Seit ich daheim bin (16.01.18) macht sich die Wunde oft sehr schmerzhaft bemerkbar.

Am Anfang kam der Schmerz ganz plötzlich und unerwartet heftig. Ich nehme an, so muss es sich anfühlen, wenn man mit einem Messer attackiert  wird. Der enge BH tut sein übriges, denn er liegt straff auf der Narbe, was aber sein muss. Nur langsam, Tag für Tag wird es besser. Nur Nervenschmerzen im linken Arm – hauptsächlich am Handgelenk und in der Armbeuge – sind weiterhin präsent.

Auch funktioniert es noch nicht so recht, den Arm gerade nach oben zu strecken, aber dafür bekomme ich Krankengymnastik, obwohl mir danach meistens der Arm erst so richtig weh tut. Doch da hilft kein Jammern und Klagen, da muss ich durch.

Husten

Jetzt hat mich auch noch ein böser Husten erwischt, der gar nicht gut klingt. Ansonsten geht es mir zwar gut, aber wenn ich einen Hustenanfall bekomme, dann tut mir das richtig weh. Habe die anstehenden Termine, wie Krankengymnastik und Knochendichtemessung erst einmal abgesagt.